Alte Elektrik im Haus? Schritt für Schritt.
Verteiler ohne FI, Leitungen ohne Schutzleiter, drei Steckdosen pro Zimmer: In Häusern von vor 1990 ist das die Regel. Ich schaue mir die Anlage an und sage Ihnen ehrlich, was jetzt dran ist — und was noch warten kann.
Eine alte Anlage ist selten kaputt — sie ist überholt
Die meisten Altbau-Installationen funktionieren noch. Genau das ist das Trügerische daran: Solange Licht angeht und der Kühlschrank läuft, fällt nicht auf, dass der Verteiler keinen Fehlerstromschutz hat, dass Leitungen ohne Schutzleiter liegen oder dass in der Küche alles an einem einzigen Stromkreis hängt.
Auffällig wird es meist erst, wenn etwas Neues dazukommt — eine Wallbox, eine Wärmepumpe, ein Durchlauferhitzer, ein Umbau. Dann zeigt sich, dass die Anlage die Last nicht mehr trägt. Deshalb lohnt es sich, vorher hinzuschauen statt hinterher.
Woran Sie erkennen, dass es Zeit wird
Wenn Ihnen drei oder mehr dieser Punkte bekannt vorkommen, lohnt sich ein Ortstermin.
Am Verteiler
- Schraubsicherungen statt Sicherungsautomaten
- Kein FI-Schutzschalter vorhanden
- Kasten aus Holz oder mit offener Verdrahtung
- Keine Beschriftung, niemand weiß, was wohin geht
- Zählerplatz sitzt noch im Wohnraum oder Flur
An den Leitungen
- Zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter
- Steckdosen ohne Schutzkontakt
- Stoffummantelte oder brüchige Leitungen
- Verteilerdosen unter Tapete verschwunden
- Aluminiumleitungen aus den Siebzigern
Im Alltag
- Die Sicherung fliegt, wenn zwei Geräte laufen
- Mehrfachsteckdosen in jedem Zimmer
- Verlängerungskabel als Dauerlösung
- Kein Anschluss für Wallbox oder Wärmepumpe
- Licht flackert beim Einschalten großer Geräte
Was sich konkret ändert
Links der Zustand, den ich in Häusern von vor 1990 regelmäßig vorfinde. Rechts das, was nach der Sanierung steht.
BestandSchraubsicherungen im Keller
Nach der SanierungSicherungsautomaten im neuen Verteiler
BestandKein Fehlerstromschutz
Nach der SanierungFI-Schutz für Steckdosenkreise und Bad
BestandZwei Adern ohne Schutzleiter
Nach der SanierungDreiadrig verlegt, mit Schutzleiter
BestandDrei Steckdosen pro Zimmer
Nach der SanierungSteckdosen dort, wo die Geräte stehen
BestandKüche komplett auf einem Kreis
Nach der SanierungGetrennte Kreise für Herd, Spüle, Arbeitsplatte
BestandVerteiler ohne Beschriftung
Nach der SanierungBeschrifteter Verteiler, nachvollziehbar
BestandKeine Unterlagen zur Anlage
Nach der SanierungMessprotokoll für Versicherung und Verkauf
In Etappen statt alles auf einmal
Eine Komplettsanierung an einem Stück ist selten nötig und fast immer unbequem. Der übliche Weg sieht so aus:
Ortstermin
Ich öffne den Verteiler, sehe mir Leitungen und Dosen an und frage nach dem Baujahr und früheren Umbauten.
Ehrliche Einschätzung
Was ist Sicherheit und muss zeitnah gemacht werden, was ist Komfort und kann warten. Ich sage Ihnen beides.
Etappenplan und Festpreis
Wir legen Reihenfolge und Zeitfenster fest. Jede Etappe bekommt einen eigenen, festen Preis.
Umsetzung
Meist beginnt man mit Verteiler und FI-Schutz — das bringt am meisten Sicherheit fürs Geld. Danach Raum für Raum.
Messung und Protokoll
Nach jeder Etappe wird gemessen und dokumentiert. Am Ende haben Sie vollständige Unterlagen zur Anlage.
Nicht jede Leitung braucht einen Schlitz
Die Sorge, die ich am häufigsten höre: dass das halbe Haus aufgerissen wird. Muss es meistens nicht. In Nebengebäuden, Kellern, Dachböden und Werkstätten ist eine saubere Aufputz-Installation die bessere Lösung — schneller, günstiger und jederzeit erweiterbar.
Wo Putz aufbleiben soll, arbeite ich mit vorhandenen Leerrohren, Kabelkanälen oder Sockelleisten. Und wo doch gestemmt werden muss, sage ich Ihnen das vorher — samt Staub, Dauer und Aufwand fürs Verputzen.
- Aufputz sauber verlegt statt notdürftig geflickt
- Vorhandene Leerrohre werden weitergenutzt
- Kernbohrungen statt langer Schlitze durch die Wand
Aufputz, sauber verlegtWas kostet eine Altbausanierung?
Im Altbau entscheidet der Bestand über den Preis — und den sieht man erst vor Ort. Diese vier Punkte machen den Unterschied:
Zustand der Leitungen
Was sich weiterverwenden lässt und was ersetzt werden muss. Das klärt der Ortstermin.
Umfang der Etappe
Nur Verteiler und FI-Schutz, ein einzelner Raum oder das ganze Geschoss.
Art der Verlegung
Aufputz, vorhandene Leerrohre oder neu gestemmt — dazwischen liegen Welten im Aufwand.
Bewohnt oder leer
In einem bewohnten Haus wird abschnittsweise gearbeitet und täglich aufgeräumt.
Der Ortstermin ist unverbindlich. Danach bekommen Sie für jede Etappe einen festen Preis — Sie entscheiden, wann Sie welche machen.
Preis anfragenSie wollen erst einmal nur wissen, wie es um Ihre Anlage steht? Auch dafür können Sie anrufen. Ich schaue mir den Verteiler an und sage Ihnen, ob Handlungsbedarf besteht — ohne dass daraus gleich ein Auftrag werden muss.
Anlage ansehen lassenWas Hausbesitzer mich am häufigsten fragen
Muss ich während der Sanierung ausziehen?
In aller Regel nicht. Genau dafür ist der Etappenplan da: Es wird abschnittsweise gearbeitet, abends ist wieder Strom da, und die Küche bleibt nutzbar. Nur bei einer Komplettsanierung im leerstehenden Haus sieht das anders aus.
Muss immer die ganze Elektrik neu?
Nein, und ich rate auch selten dazu. Oft bringt ein neuer Verteiler mit FI-Schutz den größten Sicherheitsgewinn, während bestehende Leitungen in gutem Zustand bleiben können. Was sinnvoll ist, sehe ich erst, wenn ich die Anlage geöffnet habe.
Wird bei mir viel gestemmt?
So wenig wie möglich. In Keller, Dachboden und Nebengebäuden arbeite ich meist Aufputz, im Wohnbereich nutze ich vorhandene Leerrohre, wo es welche gibt. Wo doch gestemmt werden muss, sage ich Ihnen das vorher — mit Aufwand und Folgekosten fürs Verputzen.
Wie lange dauert eine Etappe?
Das hängt vom Umfang ab — ein Verteilertausch ist etwas anderes als ein komplettes Geschoss. Im Angebot steht ein konkretes Zeitfenster, damit Sie planen können.
Brauche ich Unterlagen für die Versicherung?
Sinnvoll ist es in jedem Fall. Nach der Sanierung bekommen Sie ein Mess- und Prüfprotokoll der Anlage. Das hilft bei der Gebäudeversicherung, bei der Bank und spätestens dann, wenn das Haus einmal verkauft oder vererbt wird.
Was ist mit Wallbox oder Wärmepumpe im Altbau?
Beides ist oft der Anlass für die Sanierung. Ob die vorhandene Anlage die zusätzliche Last trägt, prüfe ich beim Ortstermin — häufig braucht es davor einen neuen Zählerplatz oder eine stärkere Zuleitung.
Passt vielleicht auch zu Ihrem Vorhaben
Unsicher, wie es um Ihre Elektrik steht?
Ein Anruf genügt. Ich sehe mir die Anlage an und sage Ihnen ehrlich, was jetzt dran ist — und was noch Zeit hat.
